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Ganzkörper-Tumorsuche

Krebs (Karzinom) ist ein Sammelbegriff für bösartige Neubildungen (maligne Neoplasien).

Prinzipiell kann jedes Organ des menschlichen Körpers von einer Tumorerkrankung befallen werden, es gibt jedoch erhebliche Häufigkeitsunterschiede nach Alter, Geschlecht, geographischen Regionen, Ernährungsgewohnheiten usw. Im Durchschnitt werden ca. 30-40 % aller Tumorpatienten von ihrer Krankheit geheilt. Als geheilt wird ein Patient bezeichnet, der mindestens fünf Jahre lang ohne Rezidiv (Rückfall) überlebt.

Folgende allgemeine Symptome und Beschwerden können auf eine Krebserkrankung hinweisen:

Allgemeine Symptome

  • Gewichtsabnahme
  • Müdigkeit
  • Leistungsabfall
  • Anämie (Blutarmut)
  • Schwindelgefühl bzw. Tachykardie (Herzrasen)
  • Fieber, gegebenenfalls Nachtschweiß
  • Chronische Schmerzen unklarer Herkunft
  • Lymphknotenschwellungen am Hals, in der Achselregion, Leistenbeuge etc.

Kopf, Gehirn und Nerven

  • Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen (Hirndruck!)
  • Sehstörungen
  • Neu auftretende Kopfschmerzen
  • Neu auftretende Epilepsie (Krampfanfälle)
  • Neurologische Störungen wie Lähmungen, Sprach- und Koordinationsstörungen oder neu auftretende Ungeschicklichkeiten
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Schilddrüsenvergrößerung

Halsweichteile

  • Tumore im Mundboden und im Rachenbereich
  • Tumore der Schilddrüse, Tumore der Nebenschilddrüse
  • Lymphknoten
  • Metastasen in der Halswirbelsäule

Lunge

  • Dyspnoe (Atemnot) – gegebenenfalls auch Herz bedingt
  • Reizhusten
  • Heiserkeit
  • Bluthusten (Hämatopnoe, Hämoptysis)

Speiseröhre, Magen- und Darmtrakt

  • Appetitlosigkeit bzw. Abneigung gegen Fleisch
  • Schluckstörungen
  • Blut im Stuhl
  • Wechsel von Obstipation (Verstopfung) und Diarrhoe (Durchfall)
  • Ungewöhnliche und anhaltende Veränderungen der Verdauungsgewohnheiten:
    • Sodbrennen
    • Anhaltendes Druck- oder Völlegefühl
    • Bauchschmerzen
    • Meteorismus (Blähungen)
    • Anhaltendes Aufstoßen oder Erbrechen
    • Retrosternale Schmerzen

Haut

  • Auffällige Veränderungen der Haut wie Muttermale, Leberflecken und Warzen hinsichtlich ihrer Größe, Form und Farbe, auch Gelbsucht, fleckig gerötete Handinnenflächen oder Lebersternchen (spinnenartig erweiterte Äderchen in der Haut)
  • Nicht oder schlecht heilende Wunden
  • Tastbare Schwellungen, Verhärtungen oder Knoten auf der Haut, Schleimhaut oder in Weichteilen festgestellt – oft ohne Schmerzempfindung
  • Pruritus (Juckreiz)

Niere, Harnblase und Harnröhre

  • Störungen der Miktion (Entleerung der Blase)
  • Dysurie (Beschwerden beim Wasserlassen)
  • Strangurie (schmerzhafter Harndrang bei stark eingeschränkter Miktion)
  • Makrohämaturie (Blut im Urin)

Sonstiges

  • Ungewöhnliche Ausscheidungen aus der Nase, dem Mund, dem Mastdarm oder der Harnröhre

Geschlechtsspezifische Symptome – Mann

  • Schwacher oder unterbrochener Harnfluss
  • Blasenentleerungsprobleme zu Beginn des Wasserlassens
  • Verhärtung oder Vergrößerung eines Hodens
  • Hämatospermie (Blut in der Samenflüssigkeit)

Geschlechtsspezifische Symptome – Frau

  • Knoten/Verhärtung der Brust
  • Flüssigkeitsabsonderung aus den Brustwarzen, bräunlich/blutig
  • Verfärbung oder Einziehung der Mamille (Brustwarze) oder des Warzenhofes
  • Zyklus- bzw. Blutungsstörungen (Häufigkeit; Zwischenblutungen)
  • Blutung in bzw. nach den Wechseljahren
  • Scheidenausfluss, bräunlich/blutig
  • Blutungen aus der Scheide nach dem Verkehr

Wir setzen zur Diagnostik eines Tumors folgendes Verfahren ein:

  • Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Computertomographie (CT)
  • Digitale Mammographie
  • Digitales Röntgen
  • Sonographie (Ultraschall)

 


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