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Kontrasteinlauf (KE)

Die Kontrastmitteldarstellung des Kolons (Synonym; Doppelkontrastdarstellung) ist eine röntgenologische Methode zur Abbildung des Dickdarmes. Sie wird unter anderem für die Diagnostik tumoröser und entzündlicher Erkrankungen eingesetzt. Die Untersuchung wird zum Teil durch die Koloskopie (Darmspiegelung)  sowie durch andere bildgebende Verfahren – Computertomographie (CT), virtuelle Koloskopie; Magnetresonanztomographie (MRT) – abgelöst.

Trotzdem bietet der Kolonkontrasteinlauf einige entscheidende Vorteile: Gerade stark entzündete Darmabschnitte, stark verengte Bereiche oder gewundene Darmschlingen sind oftmals mit dem Endoskop nicht ausreichend einsehbar oder zu überwinden, sodass der Kolonkontrasteinlauf zum Einsatz kommen muss.

Anwendungsgebiete des Kontrasteinlaufs:

  • chronisch entzündliche Erkrankung der Schleimhaut des Dickdarms oder des Rektums (Mastdarms)
  • Diarrhoe (Durchfall unklaren Ursprungs)
  • Divertikulose und Divertikulitis – Divertikel sind sackförmige Ausstülpungen der Dünndarmwand; bei zahlreichem Auftreten der Divertikel handelt es sich um eine Divertikulose und bei Entzündung der Divertikel um eine Divertikulitis
  • Entzündung des Verdauungstraktes unklaren Ursprungs
  • Fisteln – als Folge einer Entzündung können diese sich in der Verbindung zwischen zwei Hohlorganen bzw. Darmschlingen bilden
  • Entzündung des Dickdarms mit Gewebeuntergängen
  • Kontrolle vor Rückverlagerung eines Anus praeter (künstlicher Darmausgang)
  • Lageanomalien des Kolons
  • Morbus Hirschsprung – Erkrankung des Dickdarms
  • Morbus Crohn – chronisch-entzündliche Darmerkrankung
  • Obstipation (Verstopfung unklaren Ursprungs)
  • Verengungen und Verwachsungen des Dickdarms
  • Polypen – 70-80 % aller kolorektaler Polypen gelten als Neubildungen, die bösartig entarten können
  • Strahlenenteritis – strahlenbedingte Darmerkrankung, die in einigen Fällen unmittelbar nach einer Röntgenbestrahlung in Folge der Strahleneinwirkung entsteht und zu einer Schädigung der sich schnell teilenden Schleimhautzellen führt
  • Tuberkulose (Schwindsucht) – bakterielle Infektion mit Mykobakterium tuberkulosis
  • Tumore – z.B. Kolonkarzinom / kolorektale Karzinome (Dickdarmkrebs).















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