Phlebographie
Die Phlebographie ist ein Teilgebiet der Angiographie und stellt ein invasives bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Venen dar. Dabei wird ein jodhaltiges Kontrastmittel in das zu untersuchende Venengebiet injiziert und parallel Röntgenaufnahmen angefertigt, die den Fluss des Kontrastmittels zeitlich dokumentieren.
Die Phlebographie wird in mehrere Phasen unterteilt:
- Leerphase – Das Kontrastmittel hat das Lumen der zu untersuchenden Venen noch nicht erreicht.
- antegrade Füllungsphase – Die Venen werden durch den Kontrastmittelfluss dargestellt.
- Auswaschphase – In dieser Phase verringert sich die Konzentration des Kontrastmittels und durch abwechselnde vorsichtige Valsalva-Manöver und manuelle Kompression sind feinste Strukturen darstellbar.
Anwendungsgebiete der Phlebographie:
- Varizen (Krampfadern)
- vor einem venenchirurgischen Eingriff zur Dokumentation des Venenstatus und des Krampfaderstatus
- Phlebothrombose – Venenthrombose
- unklarem Befund in der Sonographie (Ultraschall)
- Verdacht auf Lungenembolie – Lungengefäßverschluss, der durch eine verschleppte Thrombose aus den Beinen entstehen kann
- vor einer Thrombektomie – operative Entnahme eines Thrombus (Blutpfropf)
- vor einer Thrombolyse – medikamentöse Auflösung eines Thrombus (Blutpfropf)
- Krankheitsbild nach abgelaufener Thrombose
- Verdacht auf Rezidiv (Wiederauftreten)
- Verlaufs- bzw. Statuskontrolle nach einer ausgedehnten Phlebothrombose (Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einer tief gelegenen Bein- oder Beckenvene)







