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Durchblutungsszintigraphie

Die Perfusionsszintigraphie des Gehirns (Synonym: Durchblutungsszintigraphie des Gehirns) wird in der nuklearmedizinischen Diagnostik als dynamisches Szintigraphie-Verfahren eingesetzt.

Die dynamische Szintigraphie ist eine Erweiterung der statischen Szintigraphie und bietet zusätzliche Informationen über unterschiedliche Phasen der Aktivität im untersuchten Gebiet. Im Gehirn hat die Registrierung der Perfusion (Durchblutung) einen besonderen Stellenwert.

Indikationen (Anwendungsgebiete) der Perfusionsszintigraphie:

  • Verdacht auf eingeschränkte zerebrale Perfusionsreserve (Durchblutungsreserve des Gehirns): Reversible Perfusionsstörungen oder die Frühphase eines ischämischen Apoplex (Schlaganfall; Minderdurchblutung bestimmter Hirnteile aufgrund von Gefäßengen/-verschlüssen) können mit der Szintigraphie früh diagnostiziert werden.
  • Lokalisation epileptischer Herde: Zwischen den Anfällen zeigt der Anfallsherd meist eine verminderte Perfusion.
  • Differentialdiagnostik und Früherkennung degenerativer Erkrankungen (Erkrankungen, die mit einem Nervenzelluntergang assoziiert sind, z. B. Demenzen): Minderdurchblutungen in bestimmten Basalganglien-Anteilen sind z. B. charakteristisch für verschiedene Demenzformen.
  • Verdacht auf Hirnbeteiligung bei Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen)
  • HIV-Enzephalopathie (durch Infektion mit dem HI-Virus kommt es zu Struktur- und Funktionsstörungen von Nervenzellen): bei unauffälliger MRT kann zusätzlich eine Perfusionsszintigraphie durchgeführt werden.
  • Außerdem kann die Perfusionsszintigraphie zur Diagnostik des Hirntods verwendet werden.

Das eingesetzte Verfahren hat für den Patienten folgende Vorzüge:

  • sichere und frühzeitige Erkennung von degenerativen Gehirnerkrankungen (vaskuläre Enzephalopathie)

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