Ventinlationsszintigraphie
Bei der Ventilationsszintigraphie handelt es sich um ein diagnostisches Verfahren der Nuklearmedizin. Die Ventilationsszintigraphie wird zur Diagnostik beim Verdacht auf eine Lungenembolie mit der Lungenperfusionsszintigraphie kombiniert, um eine Unterscheidung zwischen einer akuten Lungenembolie und einer sekundären Lungenperfusionsstörung zu ermöglichen. Bei einer sekundären Lungenperfusionsstörung handelt es sich um eine Durchflussbehinderung in der Lungenperfusionsszintigraphie, die meist durch eine Pneumonie (Lungenentzündung) oder ein Emphysem (bleibende Überblähung der Lungenbläschen) ausgelöst wird. Die Ventilationsszintigraphie stellt ein nicht-invasives Verfahren dar, sodass das Komplikationsrisiko als gering zu beurteilen ist.
Indikationen (Anwendungsgebiete) der Ventilationsszintigraphie:
- Lungenarterienembolie – durch einen Thrombus (Blutgerinnsel) können Lungengefäße komplett oder in inkomplett verschlossen werden, wodurch das Gewebe hinter dem Gefäßverschluss nicht mehr ausreichend versorgt werden kann und somit abstirbt. Der Thrombus wandert zumeist aus den tiefen Beinvenen oder den Beckenvenen in das bronchiale Gefäßsystem über die Pulmonalarterie ein. In Abhängigkeit vom Schweregrad der Lungenarterienembolie können Symptome wie ein deutlich erniedrigter Blutdruck, eine akute Dyspnoe (Atemnot) und eine Tachypnoe (beschleunigte Atmung) auftreten. Durch die Kombination aus Lungenperfusionsszintigraphie und Ventilationsszintigraphie kann neben Lokalisation der Perfusionsstörung auch eine Unterscheidung zwischen einer Embolie der Lungenarterien und einer Stenose (Verengung) oder Verschluss eines Gefäßes durch eine sekundäre Lungenperfusionsstörung ermöglicht werden.
- Lungenresektion – vor der operativen Entfernung eines Lungenflügels oder von Teilen der Lunge sollte die als diagnostische Methode eine Kombination aus Lungenperfusionsszintigraphie und Ventilationsszintigraphie zur Überprüfung der Lungenareale erfolgen.
- Zustand nach Norwood-Operation – bei diesem Operationsverfahren handelt es sich um eine chirurgische Therapiemaßnahme bei einem vorliegenden hypoplastischen Linksherzsyndrom. Nach erfolgter Operation dieses Syndroms, welches eine Fehlentwicklung des Herzens und der Aorta (Hauptschlagader) beschreibt, stellt die Ventilationsszintigraphie in Verbindung mit der Lungenperfusionsszintigraphie eine wichtige diagnostische Kontrollmethode dar.
Das eingesetzte Verfahren hat für den Patienten folgende Vorzüge:
- Aaa
- aaa







