Computertomographie (CT)

Bei der Computertomographie (Synonyme: CT-Scan, Computer Axial Tomography – aus dem altgriechischen: tome: der Schnitt; graphein: schreiben) handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren der radiologischen Diagnostik.

Die Computertomographie zählt zu den nicht invasiven, das heißt nicht in den Körper eindringenden, bildgebenden röntgendiagnostischen Verfahren. Der Körper bzw. der zu untersuchende Körperteil wird Schicht für Schicht mit einer schnell rotierenden Röntgenröhre dargestellt. Ein Computer misst dabei die Abschwächung der Röntgenstrahlen beim Durchtritt durch den Körper und ermittelt daraus ein ausführliches Bild des zu untersuchenden Körperabschnittes.

Das Prinzip der CT (Computertomographie) ist es die Dichteunterschiede der verschiedenen Gewebe darzustellen. So hat zum Beispiel Wasser eine andere Dichte als Luft oder Knochen, was sich in unterschiedlichen Graustufen ausdrückt. Zur noch besseren Differenzierung der Gewebsarten kann dem Patienten zudem ein Kontrastmittel verabreicht werden. Es handelt sich hierbei um jodhaltiges Kontrastmittel. Gesundes Gewebe nimmt Kontrastmittel in anderer Geschwindigkeit auf als ein krankes Gewebe z.B. Krebs.

Die Untersuchung dauert mit modernsten Geräten nur wenige Minuten, d.h. der Abtastvorgang sogar nur wenige Sekunden, sodass der Patient bei dem Untersuchungsgang die Luft anhalten kann und Bewegungsartefakte unmöglich werden. Die Untersuchung erfolgt im Liegen. Die neusten Geräte arbeiten im Multislice-Verfahren, d.h. es werden mehrere Schichten gleichzeitig angefertigt. Bei unserem Untersuchungsgerät handelt es sich um einen 64Zeiler, d.h. 64 Schichten werden gleichzeitig angefertigt. Vergleichbar ist diese Methode mit einem Rettich, der in Spiralform geschnitten wird, hierbei handelt es sich aber dann nur um eine Scheibe und bei unserer Methode werden also 64 Scheiben ineinander als Spirale angefertigt und vom Computer verarbeitet. Das modernste Gerät arbeitet mit einer sogenannte Low-dose-Technik, d.h. es werden nur noch 50% der Strahlung notwendig um diese präzisen Aufnahmen mit einer Schichtstärke von bis zu 0,4 mm herstellen zu können. Neuartigere Rekonstruktionsverfahren ermöglichen diese Präzision.

Die Computertomographie (CT) kann bei vielen verschiedenen Beschwerden beziehungsweise Erkrankungen eingesetzt werden.

Folgende CT-Untersuchungen sind sehr häufig:

  • CCT (Cranielle CT) (Darstellung des Schädels und des Gehirns)
  • CT der Halsweichteile
  • CT der Thoraxorgane (Darstellung des Brustkorbs zur Begutachtung der Lunge, des Herzens und des Knochens)
  • CT des Abdomens (Darstellung des Bauchraumes und seiner Organe)
  • CT des Beckens (Darstellung des Beckens und seiner Organe)
  • CT der Extremitäten (Arm und Bein)
  • Virtuelle Koloskopie (Darmspiegelung)
  • Angio-CT (Darstellung von Blutgefäßen insbesondere der Herzkranzgefäße [Koronararteriendarstellung])
  • CT der Wirbelsäule

Neben diesen diagnostischen Möglichkeiten können mit der CT auch Punktionen und Biopsien durchgeführt werden.