Magnetresonanztomographie (MRT)

Bei der Magnetresonanztomographie (Abkürzung: MRT; Synonyme: Kernspintomographie) handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, mit welchem man ohne den Einsatz von Röntgenstrahlung Gewebeanordnungen genau abbilden kann. Das Verfahren, mit dem Schnittbilder sämtlicher Körperstrukturen erstellt werden können, basiert auf dem physikalischen Prinzip der Kernspinresonanzspektroskopie.

Bei der Kernspintomographie wird der Patient in einen großen Ring bzw. Plattenmagneten gelegt. Die Magnetkraft bewirkt die Ausrichtung der Wasserstoffatome in Richtung des Magnetfeldes. Über einen zusätzlichen Elektromagneten werden Impulse in den Körper gesandt, die zum Beispiel die Wasserstoffatome um 90 Grad drehen, Nachdem der Impuls des Drehens beendet ist, bewirkt die Kraft des großen Magneten eine Rückbewegung der Wasserstoffatome in die Ausgangsposition. Hierbei sendet das Wasserstoffatom Radiowellen aus, die von Antennen aufgefangen werden und die vielen Impulse werden zu Bildern zusammengerechnet. Es entsteht das Kernspinbild. Es sieht fast so aus, wie ein Computertomographiebild, hat aber vollkommen andere Informationen. Gesund eingebaute Wasserstoffatome zeigen eine andere Rückdrehung als krankhaft eingebaute Wasserstoffatome zum Beispiel durch Entzündung oder Tumor.

Durch den enormen technischen Fortschritt im Bereich der MRT-Forschung, insbesondere der MR-Gradiententechnik und der Herstellung von organspezifischem Kontrastmittel, ist es heute möglich, den gesamten menschlichen Körper in nur einem Untersuchungsvorgang darzustellen.

Die MRT kann bei vielen verschiedenen Beschwerden beziehungsweise Erkrankungen eingesetzt werden.

Folgende MRT-Untersuchungen sind sehr häufig:

  • Kernspintomographie des Kopfes (Darstellung des Schädels, der Hirnsubstanz, der Gefäße.
  • Thorax-MRT (Darstellung des Brustkorbs und seiner Organe)
  • Mamma-MRT (Darstellung des Brustgewebes zum Ausschluss von Tumoren oder Entzündungen)
  • Angio-MRT (Darstellung von Blutgefäßen im gesamten Körper mit Darstellung der Extremitäten)
  • Becken-MRT (Darstellung des Beckens und seiner Organe)
  • Extremitäten-MRT mit Darstellung der Gelenke
  • Wirbelsäule-MRT zur Darstellung des Knochens, der Bandscheiben, der Bänder, des Rückenmarkes, entzündlicher Veränderungen wie auch Metastasen.